Emmaus - Kirche Leezdorf

 

Bekanntgabe des Namens am 1. Advent

Am 1. Advent 2004 war es endlich soweit. Da konnten wir in einem festlichen Gottesdienst den Namen für unser Kirchengebäude in Leezdorf, den der Kirchenvorstand in zwei Sitzungen aus insgesamt 43 Vorschlägen ausgewählt hat, bekanntgeben:

 

Emmaus- Kirche Leezdorf

 

so soll unsere ev.-luth. Kirche heißen, ein Vorschlag von Diakonin Monika Bauer.Der Name geht zurück auf die Geschichte von den beiden Emmausjüngern, nachzulesen beim Evangelisten Lukas im 24. Kapitel.

Es geht dort um zwei Jünger, die nach der Kreuzigung Jesu traurig von Jerusalem nach dem Ort Emmaus gehen.

Unterwegs begegnet ihnen eine Person, der sie von ihrem

Kummer erzählen. Dieser Mensch zeigt ihnen auf, warum das alles 

geschehen mußte und beim Brotbrechen erkennen sie: es ist der

auferstandene Christus selbst, der mit ihnen gegangen ist. Mit neuem

Mut kehren die beiden Jünger nach Jerusalem zurück.

Wir haben uns für diese österliche Weggeschichte als  Namenspatron für unsere Kirche entschieden, weil das Ostergeschehen Grundlage unseres Glaubens ist und das Motiv des Weges gut zu unserer Situation als Christen auch hier in Leezdorf passt. Denn wir sind als Christen immer auf dem Weg,

nie schon am Ziel, und auch auf  unserem Glaubensweg erleben wir Trauer

und Enttäuschung wie die Jünger, dürfen aber letztlich -  und das ist das Entscheidende - darauf hoffen, auf allen Wegen des Lebens von Gott begleitet und gehalten zu werden.

Und: ganz konkret sind wir in Leezdorf ja auch auf dem Weg, werden zum

1. Januar 2005  selbständige Kirchengemeinde unter dem Namen:

 

evangelisch- lutherische Emmaus- Kirchengemeinde Leezdorf

 

Also, wie wir finden, eine Menge gute Gründe für die Wahl dieses Namens.

Im Namen des Kirchenvorstandes

Ihr Pastor Peter Riesebeck

(aus unserem Gemeindebrief)

 

 

 

Das Evangelium nach Lukas  Kapitel 24, die Verse 13-35:

 

                                    

Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf,

das war von Jerusalem etwa zwei Wegstunden entfernt;

dessen Name ist Emmaus.

Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten.

 Und es geschah, als sie so redeten und sich miteinander besprachen,

da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.

 Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht erkannten.

Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander

verhandelt unterwegs?

Da blieben sie traurig stehen.

Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm:

Bist du der einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß,

was in diesen Tagen dort geschehen ist?

Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm:

Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in

Taten und Worten vor Gott und allem Volk;

wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe

überantwortet und gekreuzigt haben.

Wir aber hofften, er sei es, der  Israel erlösen werde.

Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß dies geschehen ist.

 Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte,

die sind früh bei dem Grab gewesen,

haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen,

sie haben eine Erscheinung von Engeln 

gesehen, die sagen, er lebe.

Und einige von uns gingen hin zum Grab und fanden's so,

wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht.

Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens,

all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben!

Mußte nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit

eingehen?

Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus,

was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war.

Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen.

Und er stellte sich, als wollte er weitergehen.

Und sie nötigten ihn und sprachen:

Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.

Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.

Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot,

dankte, brach's und gab's ihnen.

Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er

verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander:

Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege

und uns die Schrift öffnete?

Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem

und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren;

die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen.

Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von

ihnen erkannt wurde, als er das Brot brach.

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